Rümlang, 12. März 2026 – 380 Kilometer nördlich des Polarkreises, im Resort Sorrisniva in Alta, Norwegen, verschmelzen arktische Natur, handwerkliche Pionierarbeit und innovative Zutrittstechnologie zu einem einzigartigen Erlebnis. Mit Mut, Ausdauer und unternehmerischem Pioniergeist haben die Brüder Hans Ulrik und Tor Kjetil hier ein Ganzjahresresort aufgebaut – mit einer eleganten Lodge für Übernachtungsgäste, einem ausgezeichneten Restaurant und dem nördlichsten Eishotel der Welt. Dort testet dormakaba neben weiteren Zutrittslösungen erstmals eine automatische Schiebetür, die direkt in die dynamische Struktur aus Eis und Schnee integriert ist. Das Pilotprojekt zeigt, wie intelligente Zutrittslösungen selbst unter Extrembedingungen Energieeffizienz, Komfort und eine nahtlose Verbindung zwischen Innen und Aussen ermöglichen.
„Hier ist der schönste Ort der Welt“, sagt Tor Kjetil und blickt gemeinsam mit seinem Bruder Hans Ulrik über den zugefrorenen Alta-Fluss. Ihre Familie lebt seit 1885 in Sorrisniva. „Unser Urgrossvater kam zu Fuss hierher – über die Berge, vor mehr als 150 Jahren. Damals wollte niemand hier leben. Es gab keine Strassen, keine Brücken.“ Viele gingen. „Nur wir blieben.“
Link zum Film über die Geschichte des Eishotels:
The story of Hans Ulrik and Tor Kjetil – Access solutions for every place that matters

Aus Landwirtschaft und Lachsfischerei entstand über Generationen hinweg eine Vision. Der Vater gab den Brüdern einen entscheidenden Rat mit auf den Weg: „Die Arbeit muss zu euch kommen. Schafft euch euren Arbeitsplatz selbst.“ Genau das taten sie.
Seit den 1970er-Jahren bauten Hans und Tor ihr touristisches Angebot Schritt für Schritt aus – mit Flusssafaris durch die spektakuläre Schlucht des Alta-Flusses, als erste Anbieter von Schneemobil-Safaris in Norwegen und 1992 mit dem ikonischen Restaurant Lavvu, dessen Architektur an das traditionelle Zelt der Samen erinnert. 1999 folgte eine Idee, die viele zunächst für verrückt hielten: Norwegens erstes Eishotel.

„Mehr als einmal standen wir kurz davor, aufzugeben. Aber wir haben immer an unsere Idee geglaubt“, erinnert sich Hans.
Was mit 550 Quadratmetern begann, ist heute ein architektonisches Gesamtkunstwerk von fast 2.600 Quadratmetern – das nördlichste Eishotel der Welt. Jedes Jahr von Ende Dezember bis Anfang April wird es vollständig neu errichtet, fast ausschliesslich von lokalen Künstlern und Handwerkern gestaltet. Bis zu 15.000 Gäste aus fast fünfzig Ländern reisen jährlich an – manche für einen Tagesbesuch, andere für eine Nacht auf Rentierfellen bei minus vier bis minus sieben Grad.

„Es gibt hier diese besondere Stille“, sagt Tor. „Du hörst nichts – nur deinen eigenen Atem. Ein Moment, den man nie vergisst.“
Ein Hotel, das lebt
Der Bau beginnt an einem zugefrorenen See in der Nähe des Resorts Sorrisniva. Mit Motorsägen schneiden Arbeiter grosse Eisblöcke aus dem Wasser. „Jeder Eisblock wird per Hand aus dem See gehoben – 400 Kilo schwer“, erklärt Hans, der selbst mit anpackt. „Nur das klare Eis, ohne Luftblasen, taugt für Wände und Säulen.“

Insgesamt werden 400 Tonnen Eis und mehr als 7.000 Kubikmeter Schnee verarbeitet. Das Eis ist empfindlich: Ist es zu kalt, bricht es. Ist es zu warm, schmilzt es.
Neben massiven Säulen aus Eis entwickelten die Brüder für die Konstruktion ein eigenes System aus bogenförmigen Modulen, die mit künstlich erzeugtem Schnee umhüllt und verdichtet werden. Jedes Jahr steht das Hotel unter einem neuen Motto und wird mit kunstvoll gestalteten Skulpturen, einer Eisbar und einer Eiskapelle neu inszeniert.

Im Inneren herrschen konstante minus vier bis minus sieben Grad – selbst wenn draussen minus dreissig Grad gemessen werden. Doch das Eishotel ist keine starre Konstruktion. Schnee und Eis bewegen sich permanent. Decken senken sich um bis zu einen Meter, Strukturen verändern sich. Das Gebäude lebt – und genau diese Dynamik machte den Eingangsbereich zur grössten Herausforderung.
Technologie trifft Arktis
Gefragt war eine Tür, die extremen Temperaturen von bis zu minus 30 Grad standhält, Materialbewegungen ausgleicht, die Innentemperatur stabil hält und gleichzeitig Besucherströme komfortabel steuert.

Was lange unmöglich schien, wurde Teil eines aussergewöhnlichen Pilotprojekts von dormakaba, das im gesamten Resort innovative Zutrittssysteme unter klimatischen Extrembedingungen testet.
Im Dezember 2025 wurde erstmals eine automatische Schiebetür direkt in die Struktur des Eishotels integriert. Die neue Lösung minimiert die Zeit, in der kalte Aussenluft eindringt, trägt zu einem stabilen Raumklima bei, ermöglicht einen transparenten Blick ins Innere und schafft eine nahtlose Verbindung zwischen Innen und Aussen.
„Wir haben für diesen Ort eine Tür installiert, die an die Bedingungen angepasst ist“, sagt Tor. „Alles ist so organisiert, dass sich unsere Gäste überall nahtlos bewegen können.“
Zum Einsatz kommen mehrere aktuelle Innovationen von dormakaba. Im Mittelpunkt steht die Technologie MotionIQ, die den automatischen Türbetrieb optimiert und den Energieverbrauch sowie die CO₂-Emissionen um bis zu 50 Prozent reduzieren kann. Ergänzende Lösungen sorgen für einen effizienten und barrierefreien Besucherfluss. Getestet wird nicht nur am Eishotel-Eingang, sondern im gesamten Resort – vom Restaurant bis zu zentralen Zugängen der Lodge.
Ziel des Pilotprojekts ist es, neue Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von Technologien zu gewinnen, die Gebäude weltweit energieeffizienter, zuverlässiger und komfortabler machen.
Mehr als ein Hotel
Das Resort Sorrisniva bietet mit der Arctic Wilderness Lodge ganzjährig Premium-Unterkünfte direkt am Flussufer. Grosszügige Glasfassaden holen die Natur ins Innere, die Küche setzt auf lokale Spezialitäten wie Lachs, Kabeljau, Rentier, Elch und Waldbeeren. Nordlichter, Mitternachtssonne, Schneemobil-Safaris und Flussboot-Ausflüge ergänzen das Erlebnis für Besucher aus aller Welt.
Doch das Herzstück bleibt das Eishotel.

„Was wir hier geschaffen haben, ist einzigartig“, sagen Hans und Tor. Und wenn sie sehen, wie Gäste staunen, lachen und diesen besonderen Ort erleben, dann wissen sie: „Wir haben etwas richtig gemacht.“
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